Es gibt einen Weg aus der Gewalt...
Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter. Sie ist ein gesellschaftliches Problem und keine Privatangelegenheit. Sie findet in engen sozialen Beziehungen statt und äußert sich durch körperliche und seelische Misshandlung, sexuelle Nötigung, Vergewaltigung, Mordversuch, aber auch durch Beleidigungen, Eingesperrt werden, Kontrolle, Drohungen...
Frauenhäuser bieten Frauen Beratung und eine Zuflucht an:
Für alle von körperlicher wie seelischer Gewalt betroffenen oder bedrohten Frauen stehen in ganz Deutschland Frauenhäuser Tag und Nacht offen. Sie bieten Frauen und Kindern, unabhängig von Nationalität, Religion und Einkommen eine sichere Unterkunft.
Das Frauenhaus ist ein Zuhause auf Zeit und Chance für eine selbst gestaltete Zukunft.
Sie haben das Recht auf ein Leben ohne Gewalt!
Leben im Frauenhaus, das bedeutet für Frauen:
Sie haben einen Zufluchtsort, an dem sie in Ruhe für ihre Zukunft nach dem Frauenhausaufenthalt planen können.
In den meisten Fällen hat jede Frau im Frauenhaus ein Zimmer für sich und ihre Kinder zur Verfügung. Frauen und Kinder leben in einer Art Wohngemeinschaft und organisieren eigenverantwortlich ihren Tagesablauf.
Sie werden von den Mitarbeiterinnen über ihre Rechte informiert, bekommen Unterstützung beim Umgang mit Behörden und bei der Sicherung des Lebensunterhalts.
Sie werden beraten und begleitet bei der Bewältigung von Gewalterfahrung und Krisen.
Die meisten Frauenhäuser haben eine Mitarbeiterin, die auch den Kindern Angebote macht.
Es ist allein die Entscheidung der Frau, was nach dem Frauenhausaufenthalt geschehen soll.
Viele Frauenhäuser bieten Beratung und Gruppengespräche für die Zeit nach dem Frauenhaus an.
Falls Sie in ein Frauenhaus gehen wollen, bringen
Sie, wenn möglich, bitte mit:
Pass oder Ausweis
Krankenkassenkärtchen
Kontokarte, -auszüge, Sparbuch
Heirats-, Geburtsurkunden
Verträge, die sie unterschrieben haben (Miete, Arbeit u.a.)
Kleidung
notwendige Medikamente
Impfausweise
Lieblingsspielzeug, Kuscheltier
Schulranzen
Kindergeldunterlagen
Bettwäsche, Handtücher, weitere Spielsachen, Bücher usw. stellen die Frauenhäuser in der Regel zur Verfügung.
Beratungsstellen der Frauenhäuser
Wenn Sie nicht ins Frauenhaus möchten aber Beratung und Unterstützung brauchen, bieten viele Frauenhäuser auch Beratung an oder es gibt vor Ort eine spezielle Beratungsstelle, an die Sie sich wenden können. Die Mitarbeiterinnen der Frauenhäuser werden Sie gerne telefonisch darüber informieren.
Wie Sie das Frauenhaus oder eine Beratungsstelle erreichen
Um den Schutz der Bewohnerinnen zu gewährleisten, sind die Adressen der Frauenhäuser anonym. Sie erreichen die Mitarbeiterinnen telefonisch. Außerhalb der üblichen Bürozeiten haben viele Frauenhäuser eine extra Telefonnummer oder die örtliche Polizei hat die Telefonnummer der Bereitschaftsdienstfrauen und organisiert Ihre Aufnahme - das erfahren Sie in der Regel auf der Anrufbeantworteransage der jeweiligen Frauenhäuser, also legen Sie nicht gleich entmutigt auf, wenn der Anrufbeantworter anspringt. In großen Frauenhäusern kann es auch sein, dass die anderen Bewohnerinnen ans Telefon gehen und Ihnen erklären was Sie tun müssen und Sie auch aufnehmen.
Hier finden Sie Telefonnummern von Frauenhäusern und Beratungsstellen:
www.frauenhaeuser-rlp.de Frauenhäuser und die jeweils dazugehörigen Beratungsstellen in Rheinland-Pfalz mit ausführlicher Beschreibung
www.frauenhauskoordinierung.de alle Frauenhäuser in Deutschland mit Telefonnummer und Besonderheiten zu Aufnahmemöglichkeiten unter Stichwort "Frauenhaussuche".
www.dajeb.de Beratungsführer für Deutschland, alle möglichen Beratungsstellen sortiert nach Bundesländern
Es gibt einen Weg aus der Gewalt...
...jede Frau kann ihn gehen!
Erstellt vom www.Frauenhaus-Donnersbergkreis.de, 20.11.08